Zählung der Krötenwanderungen

Mildere nächtliche Temperaturen (>5°C), regnerische und feuchte Witterung, aber auch zunehmende Tageslängen schaffen die optimalen Voraussetzungen, um die Wanderung der Kröten von ihren Winterquartieren (Wald) zu ihren Laichgewässern (Tümpel, Weiher, …) auszulösen. Der Zeitraum der Wanderung erstreckt sich von Mitte Februar bis Mitte April, wobei Beginn und Dauer von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit der Wetterbedingungen schwanken.

In Zusammenarbeit mit der Naturverwaltung setzt sich natur&ëmwelt jedes Jahr stark dafür ein, die Straßen für Amphibien sicherer zu machen. Dafür ist es ausschlaggebend, die Wanderbereiche zu kennen. Nur so können die Tiere durch temporäre Maßnahmen wie Straßensperrungen und Rettungsaktionen geschützt sowie gefährliche Strecken durch langfristige Installationen gesichert werden. Hierfür wurde ein Meldesystem eingerichtet, welches Gefahrenstellen anzeigt und auch die Planung von Rettungsaktionen durch Freiwillige unterstützt.

Die Rettung der Kröten lässt sich nur mithilfe von Freiwilligen bewerkstelligen, die bereit sind, Sammelaktionen zu koordinieren oder an solchen teilzunehmen.

Wie Sie die Rettungsaktion unterstützen können:

  1. Wenn Sie Kröten sehen, die die Straße überqueren, machen Sie ein Foto und fügen Sie Ihre Sichtung zu unserem Projekt auf iNaturalist hinzu oder füllen Sie das Online-Formular aus!
  2. Nehmen Sie an einer organisierten Rettungsaktion teil. Klicken Sie im Géoportail auf einen der grünen Wanderübergänge, bei denen bereits eine Aktion organisiert wird.
  3. Organisieren Sie eine Rettungsaktion und laden Sie über unser Formular (indem Sie „Rettungsaktion“ bei Art der Meldung angeben) zu dieser ein. Weitere Informationen zur Organisation von Rettungsaktionen finden Sie hier.

Auch kleine Gesten helfen:

Autofahrer können zum Schutz der Amphibien beitragen, indem sie abends und nachts auf den Straßen an sensiblen Orten besonders vorsichtig und langsamer fahren, um die Kröten sicher auf die andere Seite zu lassen. Wenn Sie mit 30 km/h fahren, sterben durchschnittlich 80% (!!!) weniger Tiere. Sie sollten zudem nach hinweisenden Warnschildern Ausschau halten und auf Freiwillige aufpassen, die mit Warnwesten und Taschenlampen an den Straßen entlang patrouillieren, um Kröten eimerweise über die Straße zu verhelfen.

Interview mam 100,7 (op Lëtzebuergesch): Firwat brauche Mouken eis Hëllef? Wéi kënne mir mat engem klenge Geste Grousses bewierken?