LIFE Bats & Birds

LIFE Bats & Birds – providing Bed and Breakfast for Bats & Birds (LIFE18 NAT/LU/000136)

LIFE Bats & Birds – providing Bed and Breakfast for Bats & Birds (LIFE18 NAT/LU/000136)

“LIFE Bats & Birds“ ist das neue Projekt von natur&ëmwelt Fondation Hëllef fir d’Natur in Zusammenarbeit mit natur&ëmwelt a.s.b.l., welches durch die EU ko-finanziert wird. Das Projekt läuft von September 2019 bis August 2025 und hat Gesammt-Budget von 6.002.264 €

Das Projekt LIFE Bats & Birds hat sich zum Ziel gesetzt das Angebot an Lebensraum und Nahrung für 6 bedrohte Arten zu verbessern. Bei den Arten handelt es sich um 4 Vogelarten (Raubwürger, Neuntöter, Steinkauz und Wendehals) sowie 2 Fledermausarten (Große Hufeisennase und Wimperfledermaus). Alle diese Arten sind auf eine strukturreiche Landschaft angewiesen mit einem reichen Vorkommen an Insekten.

In den letzten Jahrzehnten wurde die Landschaft immer intensiver genutzt und Strukturen wie Hecken, Streuobstwiesen und Solitärbäume sind vielfach aus dieser verschwunden. Um die Bedingungen zu verbessern werden mithilfe des Projektes diese Strukturen sowohl neu angepflanzt, als auch gepflegt, wenn sie sich in einem schlechten Zustand befinden. Dadurch werden die Habitate aufgewertet und zudem besser vernetzt, wodurch die Arten besser von einem Habitat in das andere gelangen können. Durch die verstärkte Nutzung von Pestiziden und durch Überdüngung verarmt die Agrarlandschaft; Blühpflanzen und Insekten verschwinden aus Äckern und Wiesen und nur noch wenige Arten finden hier einen Lebensraum. Auch wird immer häufiger Grünland durch Umbruch in Acker umgewandelt, infolgedessen weiterer Lebensraum verschwindet. Durch Extensivierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben soll dem entgegengewirkt werden.

Aber auch die gänzliche Nutzungsaufgabe von landwirtschaftlichen Flächen macht sie für viele Arten unbrauchbar. In verbuschten Streuobstwiesen können beispielsweise nicht mehr vom Steinkauz genutzt werden, da er durch die flächigen Sträucher nicht am Boden jagen kann. Fledermäuse stehen zudem vor dem Problem, dass geeignete Quartiermöglichkeiten seltener werden. Sie sind damit neben dem Mangel an Nahrung auch von einem Mangel an Schlafstellen bedroht.

Durch den Kauf von Flächen innerhalb der Natura 2000 Gebiete im Osten Luxemburgs soll die Umsetzung der Maßnahmen ermöglicht und der Erhalt der Habitate langfristig gesichert werden. Um die Maßnahmen des Projektes zielführend umsetzen zu können, werden die Auswirkungen auf die Zielarten durch verschiedene Monitorings bewertet.

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