Wéngertsbierg

Spezifität

Biotoptyp: Weinberg, Wiese mit schlechter Mähung und trockenem Gras
Fläche: 30 ha
Gemeinde: Canach

Lage des Grundstücks der Stiftung

Layout 1

Wéngertsbierg in Bildern

Beschreibung des Naturschutzgebietes

Das Naturschutzgebiet Canecher Wéngertsbierg besteht hauptsächlich aus einem nach Süden ausgerichteten Hügel mit vielen Terrassen und kleinen Parzellen. Der „Canecher Wéngertsbierg“ erstreckt sich 1,8 km von West nach Ost, zwischen Canach und Gostingen. Ein großer Teil dieses Hügels war ursprünglich für den Weinbau bestimmt, ist aber seit Jahren brachliegend, so dass sich auf den verlassenen Terrassen Büsche und Bäume angesiedelt haben.

Das Naturschutzgebiet „Kanecher Wéngertsbierg“ liegt im östlichen Teil des Großherzogtums Luxemburg, 15 km nordöstlich der Hauptstadt und direkt neben den Dörfern Canach und Gostingen. Das Untersuchungsgebiet ist Teil des Moselhinterlandes. Derzeit enthält der Standort ein Mosaik verschiedener Pflanzengruppen mit allen Phasen des Übergangs:

  • Trockener kalkhaltiger Rasen mit geringer und spärlicher Vegetation
  • Vegetation von Wiesen und Wiesen mit einer großen Vielfalt an Gräsern und Blumen
  • Vegetation rund um die Aufschlüsse von Muschelkalksteinfelsen
  • Rand- und Saumvegetation mit einer großen Vielfalt an Blüten
    Bürste, die hauptsächlich aus Schlehdorn, Weißdorn, Rosenstrauch und Liguster besteht, aber auch Bäume wie Kirsche, Wildbirne und Eiche.
  • Vegetation von Trockenmauern aus Stein
  • Solitärbäume und alte Obstbäume

Die Weinberge von Kanecher Wengertsbierg

Die terrassenförmig angelegten Weinberge, wie sie heute noch in Kanecher Wéngertsbierg in der Gemeinde Lenningen zu finden sind, gehören zu einem bemerkenswerten Kultur- und Naturerbe, das in Luxemburg verschwindet.

Bis vor 60 Jahren waren die luxemburgischen Weinberge durch ein kleines Stück Land und mehrere Terrassen gekennzeichnet, die von Trockenmauern gestützt wurden.

Seitdem hat sich die Arbeitsweise der Weinberge grundlegend verändert. Mit den großen Weinbaufestigungen, die 1970 in Luxemburg begannen, wurde die Weinbaulandschaft in Luxemburg grundlegend verändert. Es wurden umfangreiche Hang-Modellierungsarbeiten durchgeführt, um die mechanische Bearbeitung der Weinberge zu ermöglichen.

Dazu werden die von Trockenmauern getragenen Terrassen entfernt und die Hänge so angepasst, dass der Durchgang mit einem Direktzug möglich ist. Darüber hinaus sind die kleinen Parzellen zu größeren Parzellen zusammengefasst, um ihre mechanische Arbeit zu erleichtern.

Andererseits haben die Weinberge des Moselhinterlandes wie Kanecher Wéngertsbierg ein ganz anderes, aber ebenso schädliches Schicksal erlitten. Aufgrund fehlender „Modernisierungsarbeiten“ sind diese Weinberge brachliegend geworden. Seitdem hat sich auf den meisten terrassierten Weinbergen im Moselhinterland eine dichte und reichlich vorhandene Bürste entwickelt.

Neben dem historischen und kulturellen Interesse der Weinberge des Moselhinterlandes ist es auch wichtig, die wichtige Rolle der Erhaltung und Entwicklung der biologischen Vielfalt hervorzuheben.

In den terrassenförmig angelegten Weinbergen mit ihren zahlreichen Trockenmauern leben viele Pflanzen und Tiere, die sich an sonnige Umgebungen mit einem großen täglichen Temperaturbereich anpassen. So finden sich auf jungen Brachflächen in Weinbergen ohne Buschland seltene Blüten wie Flimmer-Enzian, Feldkuhweizen oder Orchideen wie die Horned Ophrys.

Diese biologische Vielfalt kann nur erhalten werden, wenn der Mensch beteiligt ist. Das heißt, verlassene Weinberge müssen erhalten werden, um die freie Entwicklung der Bürste (= natürliche Sukzession) zu stoppen.

Dies kann durch Öffnen der Brachflächen durch Entfernen der Bürste erreicht werden. Das so gerodete Land ist eingezäunt, um die Beweidung mit Ziegen und Schafen einführen zu können. Auf den Weiden kann sich die charakteristische Flora und Fauna (Schmetterlinge, etc.) wieder entwickeln.

Im Jahr 2016 wurde Kanecher Wéngertsbierg zum Schutzgebiet von nationalem Interesse erklärt und ist integraler Bestandteil eines Natura 2000-Gebietes.

Ein didaktischer Weg ermöglicht es Ihnen, das Gelände von Kanecher Wéngertsbierg zu erkunden und gibt Ihnen nicht nur einen Einblick in die Geschichte der ehemaligen Weinberge, sondern auch in die ökologischen und landschaftspflegerischen Projekte der natur&ëmwelt Stiftung Hëllef fir d’Natur und der Natur- und Forstverwaltung.

Habitate, fauna und flora

Das Naturschutzgebiet ist durch das Vorhandensein eines Biotopmosaiks gekennzeichnet. Die verworrenen Weinberge sind von ausgedehntem Weideland mit sonnenexponierten Trockensteinmauern, Trockenrasen und Obstgärten umgeben. So beherbergt der „Wéngertsbierg“ eine große biologische Vielfalt, die einer angemessenen Pflege bedarf.

Habitate :

sehr unterschiedliche Biotope, die sich auf engstem Raum sammeln. Trockenmauerwerk Wände, trockene Kalksteinrasenflächen, Obstgärten, Bürsten.

Fauna:

Große Vielfalt an Vögeln, z.B. Royal Milan, Torcol Ameisenbär, Falke
Turmfalke, Grünspecht. Säugetiere wie Wildschwein, Europäischer Dachs, der
Fuchs oder Igel und Reptilien wie Schlangen, Eidechsen des
Wände, oder die Kröte.

Flora:

Orchideen zum Beispiel: Ophrys horlon, Ackerwachtelweizen, Purple Orchidee,
Laub- und Bergorchis, Zweiblättrige Orchidee und Große Orchidee
Einfassung, Flimmer-Enzian.