EU-Naturschutzdirektiven: Luxemburg muss nachlegen

In einem neuen Bericht über die Umsetzung der beiden EU-Direktiven wurden 18 EU-Länder auf den Prüfstand genommen. Insgesamt hat dabei kein einziger Mitgliedstaat gut abgeschnitten. Auch in Luxemburg besteht noch Nachholbedarf bei der konkreten Umsetzung der beiden Direktiven.

Aus dem heute von BirdLife Europe, WWF, EEB und Friends of the Earth Europe veröffentlichten Bericht "The State of Implementation of the Birds and Habitats Directives in the EU"1 geht hervor, dass trotz erfolgreicher Implementierung ins Nationalrecht der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sowie der Vogelschutzrichtlinie in zwei Drittel der untersuchten Staaten, Habitate und Zielarten weiterhin unzureichend geschützt sind.

Die Situation hierzulande ist gespalten. Begrüßenswert ist, dass beide EU-Direktiven bereits ins nationale Recht umgesetzt wurden und das Natura 2000 Netz in den letzten Jahren noch erweitert werden konnte und nun mit 66 Natura 2000 Gebieten (48 FFH-Schutzgebiete und 18 Vogelschutzgebiete) komplett ist. Allerdings sieht es bei der Fertigstellung und Ausführung der Managementpläne, der konkreten Umsetzung von Maßnahmen zum Artenschutz oder gezieltem Monitoring weniger gut aus. Der Bericht, an dessen Ausarbeitung auch natur&ëmwelt a.s.b.l. und Mouvement Ecologique beteiligt waren, hat Luxemburg hier nur ein „Could do better" als Note verliehen2.

Auch wenn bereits einiges passiert ist, gibt es demnach im Bereich Naturschutz noch viel Luft nach oben. Dies gilt natürlich auch für die folgende Legislaturperiode. natur&ëmwelt a.s.b.l. und Mouvement Ecologique fordern seitens der Regierung noch mehr Engagement bezüglich des Schutzes der Biodiversität um einem weiteren Artensterben erfolgreich entgegenzuwirken.

Download:

1) Report: The State ofImplementation of the Birds and Habitats Directives in the EU

2) Nature Scorecard Luxemburg


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