Die Esskastanie – Baum des Jahres 2018

Die Esskastanie (botanisch: Castanea sativa, fr.: châtaignier,  lux: Iesskäschtebam) ist den meisten vor allem durch seine Früchte bekannt, die Maronen, die auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen dürfen.

Andrejj (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kostanj1.jpg), „Kostanj1", https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Die mehligen Nussfrüchte finden vor allem in südlichen Ländern vielfache Verwendung: püriert als Brotaufstrich, oder Grundlage von Cremes und Süßspeisen, gemahlen zu Brot und Kuchen  verbacken oder ganz, als Vorspeise, Beilage oder im Eintopf. Die Esskastanie war im Süden Europas der Brotbaum der armen Leute. Ähnlich unserer Eichen (mit denen die Esskastanie nahe verwandt ist) dienen die Früchte der Schweinemast und das zähe, ausdauernde Holz wird als Bau- und Möbelholz genutzt.

Die auch als Edelkastanien bezeichneten Bäume werden bis zu 600 Jahre alt, in einzelnen Fällen auch weit über 1000. Häufig ist von den sehr alten Exemplaren jedoch nur noch ein hohler Stamm erhalten, mit jüngeren Trieben an Stelle der ausgebrochenen Kronenäste. Wegen ihrer hohen Regenerationsfähigkeit wurden Kastanien in vielen Gegenden als Niederwälder bewirtschaftet, ähnlich den Lohhecken des Öslings. Die Stangen wurden alle 15 – bis 20 Jahre geerntet und dienten als Feuerholz und Rebpfähle.

Zusammen mit den Weinreben verbreiteten so die Römer die Esskastanie aus ihrer ursprünglichen mediterranen Heimat in unseren nördlichen Gegenden, bis nach Großbritannien.

In Luxemburg finden sich Esskastanien hauptsächlich als Solitäre in Streuobstwiesen oder in Parks. Kleinere Bestände im Wald sind aus Düdelingen bekannt, wo sie auf warmen Standorten der kalkreichen Minetteböden stocken.

In den letzten Jahren finden sowohl die Früchte als auch das Holz des Baumes wieder zunehmend Beachtung. Und in Hinblick auf den Klimawandel, ist die eher in warm-trockenen Regionen verbreitete Baumart  auch waldbaulich ein Alternative. Somit ist die Esskastanie nicht nur Baum des Jahres 2018 sondern auch Baum der Zukunft.

Der größte Esskastanienbaum Luxemburgs beim "Pläitréngerhaff" mit einem Durchmesser von 1,59 m.

 


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26.02 

Ateliers de vannerie sauvage avec Marianne Graff

01.03 - 02.03 

Workshop: Wasser, Natur und Land im Einzugsgebiet der Syr

03.03 

Obstbaumschnittkurs in Ettelbrück

03.03 

Chantier nature: Pflanzen eines Sortenbongerts mit alten Zwetschgensorten und Unterhaltsarbeiten in der Ditgesbaach

03.03 

Ateliers de vannerie sauvage avec Marianne Graff

08.03 

Start Formation Ornitho 2018

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