Anmerkungen von natur&ëmwelt zu Rio+20
Am 20. Juni 2012 beginnt in Rio de Janeiro die dreitägige Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung Rio 2012. 20 Jahre nach dem ersten Gipfel in der brasilianischen Metropole ist die Bilanz alles andere als zufriedenstellend. Der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität konnte nicht gestoppt werden. Ohne Kehrwende führt dies zu verheerenden Folgen für die Menschen und die dessen Umwelt.
· Die nachhaltige Entwicklung darf nicht nur eine Option sein, sondern ist der einzige Weg unsere Erde für die zukünftigen Generationen zu erhalten. Die Konferenz Rio+20 muss sich wieder der Vision einer wahren nachhaltigen, also sozialgerechten und ökologischen Entwicklung annehmen und konkrete Ziele und Maßnahmen festlegen. Die Ressourcen der Erde sind begrenzt und nicht vereinbar mit dem aktuellen Drang nach unbegrenztem Wachstum.
· Es wird keine nachhaltige und gerechte Entwicklung geben, solange der größte Teil der Weltbevölkerung in Armut lebt. Damit die Armut in allen Teilen der Welt überwunden werden kann muss die Weltwirtschaft neu gedacht und neu gestaltet werden.
· Die Menschen teilen die Erde mit Millionen von Tier- und Pflanzenarten, die alle ihre besondere Rolle im Ökosystem haben. Viele darunter sind in den letzten 200 Jahren durch das menschliche Handeln auf dramatische Art und Weise verschwunden. Der Erhalt der Natur ist kein Luxus, sondern eine Lebensnotwendigkeit.
· Die „Green Economy" ist ein Schwerpunkt der Rio+20-Konferenz. Eine aufrichtige „grüne" Wirtschaft muss den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung entsprechen, die 1992 in Rio in der Agenda 21 definiert wurden. Eine „Green Economy" muss die Natur und ihre Grenzen respektieren und darf nicht zu weiteren CO2-Emissionen, dem Artenverlust oder der Verarmung der Bevölkerung beitragen.
· Die natur&ëmwelt-Organisationen sind Partner von BirdLife International und Mitglied der International Union for Conservation of Nature (IUCN), die bei der Konferenz in Rio 2012 vertreten sind. Deren Positionspapiere zu Rio+12 sind auf http://www.birdlife.org und http://www.iucn.org abrufbar.
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