Impakt auf die Artenvielfalt beim Ausbau der erneuerbaren Energien berücksichtigen
Windkraftanlage in Binsfeld liegt in einem Gebiet mit Vorkommen seltener Arten.
Am 16. Februar 2012 baggerte Wirtschaftsminister Etienne Schneider den ersten „Schaufelstich" für einen neuen Windpark in Binsfeld, welcher den Anteil der erneuerbaren Energie in Luxemburg auf 4,22% des gesamt Stromverbrauchs erhöht. natur&ëmwelt begrüßt diesen weiteren Ausbau der grünen Energie in Luxemburg, der dringend weitergeführt werden muss.
Das Windkraftprojekt in Binsfeld ist allerdings auch beispielhaft für die Vorgehensweise „à la luxembourgeoise". Es wird sich für einen Standort entschieden, ohne eine landesweite Analyse zu unternehmen um die Stellen zu identifizieren, welche den kleinstmöglichen Impakt auf die Artenvielfalt haben. Neben der Energiefrage, gehört nämlich auch der Schutz und Erhalt der Biodiversität zu den großen Herausforderungen unserer Zeit.
Es ist stark davon auszugehen, dass die fünf Windkraftanlagen, welche in vier Monaten in Binsfeld in Betrieb gehen, einen Impakt auf die Artenvielfalt haben. So sind Vorkommen seltener Arten hier bekannt, wie etwa Rotmilane und verschiedene seltene Fledermaus-Arten, die bekanntlich streng geschützt sind (europäische Habitat- und Vogelschutzrichtlinie). Angesichts dieser Tatsache wären zumindest Kompensationsmaßnahmen angebracht, welche scheinbar laut der Impaktstudie wohl nicht in Betracht gezogen wurden.
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